Die
Pfarr- und Wallfahrtskirche
Gemeinsam
mit dem Badhaus, dem Brunnenhaus, der Gnadenkapelle und der
Steinschnitterkapelle bildet die Kirche den alten Ortskern von
Brunnenthal, der sich aber aufgrund seiner Lage und Besitzverhältnisse
nie richtig entwickeln konnte. Den von Schärding kommenden
Wallfahrer grüßen die oberen Stockwerke des 46 m hohen Turmes,
sobald der Pilger Haraberg erreicht hat, und bei Schönwetter blickt
die vergoldete Strahlenkranzmadonna, die den Turm bekrönt, weit ins
Land. Diese Madonna ist ein Werk von Matthäus Kuttenmüller aus Schärding
(1668). Dem Wanderer, der dem alten Passauer Wallfahrtsweg folgt und
der zunächst tief ins Doblbachtal hinabsteigen muss, erscheint die
Kirche auf einem Berg gelegen. Tatsächlich wurde ja die Kirche nahe
der Quelle auf einem künstlich geebneten Platz in einem "ganz
wilden Dobl oder Graben" erbaut. Mächtig erscheint dem
Betrachter der Westturm, durch dessen Portal wir ins Innere der
Kirche gelangen. In den Nischen an der Außenseite des Turmes stehen
Figuren des Schmerzensmannes, des Gekreuzigten und des
Auferstandenen. Christoph Zugalli - aus der bekannten Graubündener
Architektenfamilie - führte in den Jahren 1667/68 den
eingeschliffenen, mit Kreuztonnen gewölbten Raum aus.
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