Gemeinde

BRUNNENTHAL

Geschichte Kirche Veranstaltungen Vereine Konzertsommer Sehenswürdigkeiten
Startseite Gemeinde Politik Bürgerservice Betriebe Kultur Fotogalerie
Kultur

Kontakt

Fundamt

Dorf- und Stadtentwicklung

Aktuelle Gemeindenachrichten

Gemeinde Brunnenthal I Dorfplatz 3 I 4786 Brunnenthal I Tel:. 07712/3055 I Fax: 07712/3055-20 I E-Mail: gemeinde@brunnenthal.at I Impressum

Familienfreundliche Gemeinde

Veranstaltungskalender

Ortsplan/Wanderkarte

Ärztedienst

Kultur | Sehenswürdigkeiten

Die Pfarr- und Wallfahrtskirche





Gemeinsam mit dem Badhaus, dem Brunnenhaus, der Gnadenkapelle und der Steinschnitterkapelle bildet die Kirche den alten Ortskern von Brunnenthal, der sich aber aufgrund seiner Lage und Besitzverhältnisse nie richtig entwickeln konnte. Den von Schärding kommenden Wallfahrer grüßen die oberen Stockwerke des 46 m hohen Turmes, sobald der Pilger Haraberg erreicht hat, und bei Schönwetter blickt die vergoldete Strahlenkranzmadonna, die den Turm bekrönt, weit ins Land. Diese Madonna ist ein Werk von Matthäus Kuttenmüller aus Schärding (1668). Dem Wanderer, der dem alten Passauer Wallfahrtsweg folgt und der zunächst tief ins Doblbachtal hinabsteigen muss, erscheint die Kirche auf einem Berg gelegen. Tatsächlich wurde ja die Kirche nahe der Quelle auf einem künstlich geebneten Platz in einem "ganz wilden Dobl oder Graben" erbaut. Mächtig erscheint dem Betrachter der Westturm, durch dessen Portal wir ins Innere der Kirche gelangen. In den Nischen an der Außenseite des Turmes stehen Figuren des Schmerzensmannes, des Gekreuzigten und des Auferstandenen. Christoph Zugalli - aus der bekannten Graubündener Architektenfamilie - führte in den Jahren 1667/68 den eingeschliffenen, mit Kreuztonnen gewölbten Raum aus.



Der Brunnen am Dorfplatz

Im Zuge der Umbauarbeiten beim neuen Gemeindeamt wurde auch der Dorfplatz neu gestaltet. Den Wettbewerb für den Dorfbrunnen konnte der Künstler Helmut Lehner aus Taufkirchen für sich entscheiden. Zu seinen Überlegungen wurde er angeregt durch die bekannte Orgel in der Brunnenthaler Pfarrkirche - eine stilisierte Orgelpfeife bildet den formalen Schwerpunkt der Skulptur aus Edelstahl. Die ansprechende Umgebung lädt zum Verweilen ein. Brunnenthal ist mit diesem Objekt sicherlich um eine Sehenswürdigkeit reicher geworden.



Die Gnadenkapelle

Am 13. Mai 1718 bewilligte der Geistliche Rat in München, dass "an statt der vorhandenen alten und ganz baufällig gewesten holzernen Kapelle, worin sich das uralt mirakulose Marianische Gnadenbild befunden, eine neue steinerne Kapelle gebaut" werde. Die Gnadenkapelle wurde am 19. April 1731 vom Passauer Bischof Dominik Graf Lamberg zu Ehren Maria Schnee geweiht.
Im Zuge der Säkularisierung wurde die Gnadenkapelle um 1784/85 gesperrt und an einen
"gewissen Moser, Bierbrauer zu Scheerding" verkauft. Von diesem erlangte sie als "Moserisches Erbe Johann Döpfer, bürgerlicher Seifensieder zu Scheerding", der sie in gutem Zustand erhielt und durch einen "Fußfall" vor Kaiser Franz I./II. die Erlaubnis bekam, dass darin wieder die Messe gefeiert werden durfte.
Von 1890 bis 1976 wurde die Kapelle, die nach dem Aussterben der Besitzer der Pfarrgemeinde vermacht worden war, von der politischen Gemeinde betreut, danach wurde die Kapelle von der Pfarre übernommen und gleichzeitig mit der Kirche vollständig renoviert. Sie wird nun als Taufkapelle verwendet.



Die Brunnenkapelle

Zwischen der Gnadenkapelle und dem Badhaus liegt das eigentliche Zentrum der alten Brunnenthaler Wallfahrt, das "Bründl". Die alte Bezeichnung der Wallfahrtsstätte lautet "ad fontem marianum" (= zum Marienbrunnen). In der überdachten Brunnstube steht eine Steinstatue der Gottesmutter mit Jesukind, "aus deren Brust" - so schreibt der Pfarrer Seits 1832 - "zur trockenen Zeit kristallhelles zur Regenzeit aber fast perlfärbiges Wasser hervorquillt, womit sich die Wallfahrer die Augen auswaschen". Die Zuleitung wurde wohl schon vor längerer Zeit verlegt, so daß das Wasser heute nicht aus der Brust, sondern aus einem eigenen Rohr kommt.
Über der Marienstatue wacht Gottvater und an der Decke schwebt der Heilige Geist in Gestalt einer Taube. Links und rechts stehen in Nischen Joachim und Anna. Die Mittelnische wird durch ein schönes, schmiedeisernes Gitter abgeschlossen.



Die Steinschnitterkapelle

Dieser volkskundlich interessante Bau aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts zeigt ein Geschehen aus der Gründungslegende. Angeblich sollte die Kirche an anderer Stelle, der "Kirchenwiese" des Langbauern in Eggersham, errichtet werden, Engel hätten aber zur Nacht die Steine an den Ort der heutigen Kirche geschafft und zurechtgesägt.
Die früher in der Kapelle befindliche Nachbildung einer Grotte wurde bei der letzten Renovierung nicht mehr aufgestellt. Im Mittelpunkt der Figuren sitzt Maria mit dem Kind, flankiert von der Hl. Barbara (Patronin der Sterbenden und Nothelferin) und dem Hl. Leonhard (Patron der Gefangenen und Nothelfer), während davor zwei Engel Steine zersägen und eine arme Seele um Erlösung bittet. Ein schönes, schmiedeisernes Gitter schließt den offenen Rundbogen ab.



Das Badhaus

Der zunehmende Wallfahrerstrom führte 1679/81 zur Errichtung des Badhauses. Das Schicksal des Badhauses war mit dem der Kirche stets eng verbunden. Mit dem Ausbleiben der Pilger seit 1785 war der wirtschaftliche Niedergang unausbleiblich. Versuche zur Neubelebung scheiterten oft an den zu großen Kosten und konnten erst in den letzten Jahren in weiterem Umfang betrieben werden. Die volkstümlichen Schnitzarbeiten der Gastwirtin Maria Fellner geben dem alten Badhaus heute wieder ein eigenes Gepräge.



Die Kreuzsäule

Der oft fälschlich als Pestsäule bezeichnete Bildstock ist früher an der gegenüberliegenden Straßenseite beim Benefiziatenhaus gestanden. Die drei Bilder zeigen den Wallfahrtursprung am Waldtal, die Heilige Dreifaltigkeit und Maria. Die von Georg Auer 1646 errichtete Säule führt uns an den Ursprung der marianischen Wallfahrt in Brunnenthal.



Das Benefiziatenhaus, der alte und der neue Pfarrhof

In der Anfangszeit der Wallfahrtstätigkeit wurde an der Stelle des heutigen Parkplatzes beim Denkmal für die Kriegsopfer ein typisches Innviertler Blockhaus erbaut. Dieses diente zuerst als Wohnung für die Priester (Benefiziaten) und die Mesnerfamilie, von 1785 bis 1804 als Pfarrhof und über viele Jahre auch als Schule und Lehrerwohnung. 1884 ging es durch Vertrag in das Eigentum der politischen Gemeinde über, die dafür eine Mesnerwohnung bereitstellte. Am 28. April 1942 wurde es durch einen Brand zerstört.
Gegenüber dem Friedhof hatte man 1804 einen Pfarrhof erbaut, der bis 1975 den Pfarrern und zeitweise auch den Mesnerleuten als Wohnung diente.
Wegen des desolaten Bauzustandes und der für eine zeitgemäße Seelsorge völlig unzureichenden Räume wurde er 1979 verkauft.
Im selben Jahr begann der Neubau des vom Architekten Fritz Niklas aus Salzburg geplanten Pfarrhofes auf der Anhöhe.



Die Kapelle in Eggersham

Ein ehrwürdiges Kulturdenkmal steht seit 1998 in der Ortschaft Eggersham bei Brunnenthal: eine Kapelle, die unmittelbar neben dem Wohnhaus von Otto und Katharina Tomandl errichtet wurde. Grund für das Errichten der Kapelle war die Krankheit von Kathi Tomandl, für die sich das betagte Ehepaar auf diese Weise himmlischen Beistand erbat.
Zwölf Handwerker waren für den Bau der Kapelle notwendig, die von Dechant Franz Schobesberger gesegnet wurde und einen Auftakt für etliche Maiandachten bildete. Die Kapelle lädt aber auch Wanderer und Spaziergänger zum Verweilen und zur Stille ein.



Die Kapelle in Wallensham

Aus der ehemaligen Pestkapelle, die um 1700 errichtet wurde, entstand in den Jahren 1999 und 2000 die neue Kapelle in Wallensham. Für die Errichtung und Erhaltung der Kapelle wurde der Verein Dorfgemeinschaft Wallensham gegründet. Unter der Bauführung von Alois Haberl und der Mithilfe der gesamten Wallenshamer Dorfbewohner konnte der Bau verwirklicht werden. Die Inneneinrichtung hat Tischlermeister Martin Schmidseder entworfen und ausgeführt. Am 5. Dezember 1999 erfolgte im Zuge der Gleichenfeier die Aufsetzung des Zwiebelturmes. Die Segnung der Dorfkapelle durch Dechant Franz Schobesberger fand am 18. Juni 2000 unter großer Teilnahme der Bevölkung statt. Die Finanzierung erfolgte durch zwei Haussammlungen, Spenden von Banken, Firmen und Privatpersonen. Für Besichtigung und Informationen steht Ihnen gerne die Obfrau Elfriede Hager (Tel. 07712/6275) zur Verfügung.

Sehenswürdigkeiten